Aufrufe
vor 1 Jahr

Verglasungsrichtlinien Glas Marte UNIGLAS - Infofolder

  • Text
  • Glas
  • Uniglas
  • Bauwesen
  • Verglasung
  • Verglasungen
  • Richtlinie
  • Beurteilung
  • Technische
  • Anforderungen
  • Tabelle
  • Verglasungsrichtlinien
  • Marte

Spezielle Anwendungen 8

Spezielle Anwendungen 8 Spezielle Anwendungen 8.1 Geneigter Glaseinbau, Überkopfverglasungen Im Gegensatz zu senkrechten Isolierverglasungen treten bei Überkopfverglasungen, Sheddächern u. ä. höhere thermische und mechanische Beanspruchungen auf (Wind-, Schnee- und Eislast sowie Eigengewicht). Den Einsatz spezieller Gläser sowie den Glasaufbau entscheidet der Planer. Überkopf-, Dach- bzw. geneigte Verglasungen müssen besonderen Sicherheitsvorschriften genügen. Von Fall zu Fall ist der Glasaufbau zwischen Planer und örtlicher Bauaufsichtsbehörde abzuklären. Für geneigte Isolierverglasungen steht eine Reihe bewährter Konstruktionen mit systemeigenen, dichtstofffreien Verglasungssystemen zu Verfügung. Eine vollsatte Ausspritzung des Falzes ist nicht zulässig. Die beschriebenen Kriterien sind genauestens zu beachten. Alle Horizontalverglasungen ( Überkopfverglasungen) müssen nach Vorgaben der entsprechenden nationalen Glasbemessungs- und Konstruktionsnormen wie z.B. in Deutschland DIN 18008-2 oder in Österreich ÖNORM B 3716-2 ausgeführt werden. In den Normen sind auch die zulässigen Glasarten aufgeführt. Sollen oder können diese Normen nicht eingehalten werden, so ist eine bauaufsichtliche Zustimmung im Einzelfall notwendig. Ein freiliegender Randverbund muss durch geeignete Maßnahmen vor UV-Strahlung geschützt werden (z. B. Abdeckstreifen, Emaillierung o.ä.). Wird auf solche Schutzmaßnahmen verzichtet, so muss der Randverbund des Mehrscheiben-Isolierglases aus UV-verträglichem Dichtstoff hergestellt sein. Gasgefüllte Isolierglaseinheiten mit UV-beständigem Randverbund sind mit UNIGLAS ® -Prüfzeugnis möglich. Der Glaseinstand der Isolierglaseinheit in die Konstruktion sollte 15 mm nicht überschreiten, damit die thermische Belastung in der Randzone der Scheibe auf ein Minimum beschränkt wird. Horizontalverglasungen sind prinzipiell zu klotzen. Beim Anbringen der Verglasungs-Abdeckprofile ist auf einen gleichmäßigen Anpressdruck von 20 N/cm Kantenlänge zu achten. Zur Einhaltung dieser Forderung empfehlen wir den Einsatz von Distanzleisten oder -hülsen entsprechend der Glasdicke und der Dichtungsprofile. Die Glashalteleisten sind grundsätzlich außen anzuordnen. Das Auflageprofil für die Verglasung muss für den speziellen Anwendungsbereich der Horizontalverglasung geeignet sein. Es muss eine Shore-A-Härte von 60° - 70° haben, um eine dauerhafte elastische Auflage zu schaffen. Ein Vorlegeband ist kein Auflageprofil. Metallberührungen im Falz (z. B. an Bolzen, Haltewinkel u. ä.) sind nicht zulässig. Wir empfehlen die Verwendung von Silikon-Dichtlippenprofilen (Ausnahme: UNIGLAS ® | CLEAN und UNIGLAS ® | ECONTROL). Dadurch besteht die Möglichkeit, dass an Problempunkten mit Silikon versiegelt werden kann. Auf EPDM-(APTK-) Profilen ist keine dauerhafte Versiegelung möglich. Ist ein durchgehendes Isolierglaselement aufgrund der Abmessungen nicht möglich, so empfehlen wir, die notwendig werdende Stoßstelle als „stumpfen Stoß“ auszuführen. Der Randverbund muss aus UV-beständigem Material (Spezial-Silikon) bestehen. Folgende Ausführung ist empfehlenswert: n Stoßüberdeckung mit speziellem Silikonprofil Die Materialverträglichkeit untereinander ist zu prüfen. Freiliegende Glaskanten, insbesondere bei Stufenisolierglas, sollten mindestens gesäumt werden. Wird die äußere Scheibe des Mehrscheiben-Isolierglases als Traufkante verwendet, so ist dies nur in der Ausführung als Stufenisolierglas möglich, wobei die Ausführung der äußeren Scheibe als ESG anzuraten ist. Schlagschatten führen erfahrungsgemäß zu erhöhtem Glasbruchrisiko. Deshalb ist bei der Glaswahl darauf Rücksicht zu nehmen. Wir empfehlen in solchen Fällen innen und außen die Verwendung von vorgespanntem Glas. Innen- und Außenbeschattungen müssen so angebracht werden, dass an den Glasoberflächen eine ausreichende Luftzirkulation stattfinden kann. Die Dachneigung sollte wenigstens 15° betragen, um stehendes Wasser auf dem Dichtsystem zu vermeiden. Die freie Scheibenfläche der Verglasungseinheit soll von innen überall gleichmäßig vom Raumklima beaufschlagt werden, um Temperaturunterschiede zu vermeiden. Mehrscheiben-Isoliergläser dürfen nicht über die Konstruktion verlegt werden. n U g -Wert Bei der Neigung der Isolierverglasung aus der Senkrechten erhöht sich insbesondere bei größeren Scheibenzwischenräumen der U g -Wert. 42 | uniGlas ®

Spezielle Anwendungen Die in den Typenlisten angegebenen Werte beziehen sich stets auf den vertikalen Einbau der Verglasung, das heißt 90° gegen die Horizontale. Bitte erfragen Sie den U g -Wert für die geneigte Verglasung unter Benennung des Neigungswinkels bei dem Hersteller. 8.2 Brüstungen/Umwehrungen Für absturzsichernde Verglasung gelten zusätzliche Anforderungen, die in Deutschland in DIN 18008-4 und in Österreich in ÖNORM B 3716-3 geregelt sind. In diesen Normen werden Anforderungen für absturzsichernde Verglasung definiert, wobei in Deutschland die Konstruktionen nach Kategorien A, B und C und Österreich in 3 Verglasungsgruppen einzuteilen sind. Werden die beschriebenen Randbedingungen von der Verglasung und der Halte- und Unterkonstruktion erfüllt, so entfällt die Verpflichtung zu einer Zustimmung im Einzelfall. Darüber hinaus werden in der DIN 18008-4 auch verschiedene Aufbauten beschrieben, die – sofern die Minimal- und Maximal-Abmessungen eingehalten werden – keine Nachweise der Tragfähigkeit unter stoßartiger Belastung (Pendelschlagversuche) mehr erfordern. 8.3 Punktgehaltene Verglasungen Punktgehaltene Konstruktionen müssen nach der Finite- Elemente-Methode (FE) statisch berechnet werden, und die Resttragfähigkeit muss nachgewiesen sein. Für einzelne Konstruktionen, wie zum Beispiel UNIGLAS ® | OVERHEAD, liegen bauaufsichtliche Zulassungen (abZ) vor. Generell gilt für punktförmige Verglasungen z.B. in Deutschland DIN 18008-3 und in Österreich ÖNORM B 3716-5. 8.4 Ballwurfsichere Verglasungen Hier werden erhöhte Anforderungen an die Verglasung gestellt. Aus diesem Grund sind durch den Planer spezielle Konstruktionsmerkmale zu berücksichtigen, siehe DIN 18032. 8.5 Verglasungen mit außerordentlichen klimatischen und thermischen Belastungen sowie in der Masse eingefärbte Gläser 8.5.1 Klimatische Belastungen Die Verglasung von Räumen mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit unterliegt besonderen Anforderungen. Dazu zählen Räumlichkeiten, wie Hallenbäder, Brauereien, Molkereien, aber auch Metzgereien, Bäckereien und Blumengeschäfte, um nur einige zu nennen. Hierbei werden erhöhte Anforderungen an die Dichtheit von Verglasung, Rahmen und sonstigen Materialien in der Peripherie gestellt. Solche Anwendungen dürfen grundsätzlich nur mit Verglasungssystemen mit dichtstofffreiem Falzgrund vorgenommen werden. Damit wird sichergestellt, dass zum Innenraum hin eine absolute Dichtheit erreicht wird. Aus diesem Grunde werden bei solchen Systemen die Glashalteleisten in der Regel von außen angebracht. In jedem Fall ist dafür zu sorgen, dass ein gut funktionierender Dampfdruckausgleich des Glasfalzes nach außen erreicht wird. Vereinzelt kann es sogar dazu kommen, dass in den Eckbereichen des Glasfalzes eine zusätzliche Öffnung zu schaffen ist, um dem genüge zu tun. Weitere Detailinformationen sind den technischen Regeln zu entnehmen. 8.5.2 Thermische Belastungen Außenverglasungen können viel Hitze durch Sonneneinstrahlung vertragen, solange die gesamte Scheibe gleichmäßig erwärmt wird und es die notwendige Zeit zur thermischen Ausdehnung gibt. Problematisch wird es jedoch, wenn nur stellenweise eine Aufheizung der Scheibe stattfindet. Dies ist der Fall, wenn sich Bäume oder nur teilweise heruntergelassene Rollos oder Jalousien vor einer Glasscheibe befinden. In solchen Fällen erhitzt besonders in der Übergangszeit die Energie der flach stehenden Sonne die Verglasung und dort, wo Schatten insbesondere nach kalten Nächten die Einstrahlung verhindert, bleibt die Scheibe kühler. uniGlas ® | 43

     

Flachglas

GM KÜCHENRÜCKWÄNDE Produktreport
ESG SECURMART - Produktreport
GM SATINATO - Factbox
GM SCRATCH RESISTANT GLASS - Produktflyer
UNIGLAS CLEAN - Produktflyer
ESG PRINTMART - Infofolder
Glas in der Küche - Produktflyer
Glas im Bad - Produktflyer

Isolierglas

UNIGLAS Isolierglas - Produktuebersicht
GM UNIGLAS TOP - Produktreport
GM UNIGLAS SUN - Produktreport
GM UNIGLAS PHON - Produktfolder
GM UNIGLAS SAFE - Produktfolder

Systeme

GM Schiebe- und Haltesysteme - Minifolder
GM KUB und SOB, Punkthaltesysteme - Produktreport
GM PICO, Punkthaltesystem - Produktflyer
GM BRACKET - Produktflyer
GM OVERHEAD, Punkthaltesystem - Produktreport
GM SOLAR - Produktreport
GM ROOFMARTIC - Produktreport
Schiebetürsysteme innen - Produktreport
Schiebesysteme für Balkon- und Loggiaverglasungen - Produktreport
Punkthaltesysteme aussen - Produktreport
GM PUNTO, Punkthaltesystem - Produktflyer
Schiebesysteme Fassaden - Produktreport
GM POINT Punkthaltesysteme - Detailzeichnungen
GM POINTBALL Punkthaltesysteme - Detailzeichnungen
GM PUNTO Punkthaltesysteme - Detailzeichnungen
GM OVERHEAD Punkthaltesysteme - Detailzeichnungen
GM TOPROLL, Schiebtürsysteme - Detailzeichnungen
GM Schiebtuersysteme Zubehör - Detailzeichnungen
GM TWINROLL - Detailzeichnungen
GM TOPROLL, Schiebesysteme für Balkonverglasung - Detailzeichnungen
GM LIGHTROLL, Schiebesysteme für Balkonverglasungen - Detailzeichnungen
GM LIGHTROLL, Schiebesysteme für Fassaden - Detailzeichnungen
GM TOPROLL, Schiebesysteme für Fassaden - Detailzeichnungen
GM Zargenprofile - Detailzeichnungen
GM BRACKET, Profilsysteme - Detailzeichnungen
GM SOLAR, Profilsysteme - Detailzeichnungen
GM LIGHTROLL 6/8 - Ausschreibungstext
GM LIGHTROLL 10/12 - Aussschreibungstext
GM TOPROLL 100 - Ausschreibungstext
GM TOPROLL 100 SHIELD - Ausschreibungstext
GM TOPROLL 100 - Softstop - Ausschreibungstext
GM TOPROLL 6/8 - Ausschreibungstext
GM TOPROLL 10/14 Innenschiebetüren - Ausschreibungstext
GM TOPROLL 10/14 - Ausschreibungstext
GM TOPROLL 15/24 - Ausschreibungstext
GM TOPROLL BALANCE - Ausschreibungstext
GM TOPROLL ONE - Ausschreibungstext
GM TOPROLL PARAPET - Ausschreibungstext
GM TOPROLL SHIELD - Ausschreibungstext
GM TOPROLL SMART - Ausschreibungstext
GM TWINROLL - Ausschreibungstext
GM PUNTO - Ausschreibungstext
GM POINTBALL - Ausschreibungstext
GM POINT - Ausschreibungstext
GM LIGHTROLL FASSADE 02 - Ausschreibungstext
GM TOPOLL 15/24 - Ausschreibungstext
GM LIGHTROLL 10/12 Fassade - Ausschreibungstext
GM LIGHTROLL FASSADE 01 - Ausschreibungstext
GM PICO 10/12 - Ausschreibungstext
GM SHIELD - Ausschreibungstext
GM PICO 6/8 - Ausschreibungstext
GM PICO LORD - Ausschreibungstext
GM SHIELDBALL - Ausschreibungstext
GM PICO KING - Ausschreibungstext
GM UNISHIELD - Ausschreibungstext
GM SOB - Ausschreibungstext
GM OVERHEAD - Ausschreibungstext
GM OVERHEAD mit Zulassung - Ausschreibungstext
GM KUB mit Zulassung - Ausschreibungstext
GM KUB - Ausschreibungstext
GM BRACKET S - Ausschreibungstext
GM BRACKET P - Ausschreibungstext
Wind- Wetter- und Schallschutz - Video
Komfortpaket GM LIGHTROLL
GM TOPROLL BALANCE - Montagefilm
GM TOPROLL SMART - Montagefilm
GM TOPROLL SMART - Produktfilm
GM BRACKET S - Montagefilm
Örtliche untere Führung mit Kunststoffeinlage
GM UNISHIELD 45/60 - Informationsblatt

Komplettlösungen

Zargentürsysteme - Produktreport
Glas in der Küche - Produktflyer
Glas im Bad - Produktreport
Rund ums Haus - Produktreport
Glas im Wohlfuehlbereich - Produktflyer
GM Vitrine - Produktreport
GM Glasmöbel & Vitrinen - Produktreport
GM MARTITION - Produktfolder
GM CABINMART - Produkfolder
UNIGLAS CLEAN - Produktflyer
Automatische Schiebetüren - Produktreport
GM PAVILLON 360 - Produktreport
GM BALUSTRADE - Produktreport
GM Zargenprofile - Detailzeichnungen
Diverse Beschläge für Möbel und Vitrinen - Informationsblatt
Haltestangen - Informationsblatt
Glasplattenträger - Informationsblatt
ESG und VSG Klemm- und Haltesysteme - Informationsblatt
Hängeschiebesysteme - Informationsblatt
GM COLUMN 1 und 2 - Informationsblatt
GM Zargentüren Varianten - Informationsblatt
Glasschiebetürsystem Schieber im Schuh - Informationsblatt
GM Zargenprofil - Montagefilm
GM ZARGENPROFIL 46/40 - Produktfilm
GM CABINMART - Planungshandbuch
MARTITION Light - Planungshandbuch
MARTITION Plus - Planungshandbuch

Glasgeländer

GM WINDOORAIL - Produktreport
GM RAILING - Produktreport
GM RAILING - Factsheet
GM RAILING - Do's and Don'ts
GM RAILING - Montage
GM RAILING - Von A bis Z
GM RAILING SOLO Y - Planungshandbuch
GM RAILING SOLO C - Planungshandbuch
GM WINDOORAIL - Planungshandbuch

GLAS MARTE



GLAS MARTE ist ein mittelständisches Unternehmen mit Stammsitz in Bregenz (Vorarlberg) und einem weiteren Standort in Itter (Tirol). 1930 gegründet, beschäftigt Glas Marte als Familienbetrieb heute etwa 340 Mitarbeiter und hat sich unter den größten Glasbe- und -verarbeitungsunternehmen Österreichs etabliert.

Unsere Kernmärkte sind Österreich, die Schweiz und Deutschland.
Durch innovative Neuentwicklungen exportieren wir in internationale Märkte.
 

GLAS MARTE GMBH


Brachsenweg 39 • A 6900 Bregenz • T +43 5574 6722-0
F +43 5574 6722-55 • office@glasmarte.at
ZUGANGSDATEN ANFORDERN
Geben Sie hier Ihre Daten für Ihren persönlichen Zugang ein und klicken Sie anschließend auf "Registrierung absenden". Nach der Prüfung Ihrer Daten erhalten Sie Ihre Zugangsdaten per E-Mail.
Ich möchte in Zukunft aktuelle Informationen per E-Mail erhalten.
VIELEN DANK FÜR IHRE ANMELDUNG.
Wir haben Ihre Daten erfolgreich erhalten und an den zuständigen Bearbeiter versendet. Sie erhalten eine E-Mail mit Ihren Zugangsdaten, sobald Ihr Account freigeschaltet ist.